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  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Besuch auf dem ehemaligen Jüterboger Truppenübungsplatz

Text und Bilder: Oliver Zauzig

Ende März 2009 machten sich der Geschäftsführer und der Vizepräsident zu einer kleinen Exkursion auf den Weg nach Jüterbog. Gut eine Autostunde südlich von Berlin gelegen, folgten sie einer Einladung von Henrik Schulze, dem Autor mehrerer Bücher zur Geschichte des Ortes und der Garnison. Dem Gelände angepasst, stieg die Gruppe in ein ehemaliges sowjetisches Geländefahrzeug und die Reise konnte beginnen.


Artilleriebeobachtungsbunker, der während des Krieges auch als Ziel herhalten musste

Der Anlass zur Einladung hatte selbstverständlich etwas mit Befestigungen zu tun. Es ging um die Identifizierung einzelner im Gelände verstreuter Bauwerke, die dem kaiserlichen Heer, der Reichswehr, der Wehrmacht sowie der Roten Armee als Ziel-, Beobachtungs- und Übungsanlagen dienten. Entstanden sind die Bauten alle vor 1945.

Seit dem Abzug der letzten sowjetischen Soldaten vom Boden der neuen Bundesländer 1994 kümmert sich Mutter Natur wieder um das riesige Areal. Selbst die Ortskenntnis unserer Begleiter wurde auf die Probe gestellt. Es ist unglaublich, wie schnell Wege zuwachsen und massive Bauwerke unter der Vegetation verschwinden – gut, noch grünte es nicht, wir hatten Glück, zielsicher wurden wir zu den einzelnen Objekten gebracht.

Die ersten Anlagen, die wir erreichten, gehören zu einer kleinen Kette von Bunkern, die große Ähnlichkeiten mit tschechischen Grenzanlagen, die in den 1930er Jahren errichtet worden waren, aufweisen. Dabei handelt es sich bei den besichtigten Bauten um sogenannte „Ohrenstände“ mit flankierenden Scharten sowie deren Vorläuferkonstruktionen, die noch eine frontale Scharte besaßen. Die Anlagen sind in voller Ausbaustärke und dienten wohl der Artillerie als Ziel, aber auch der Infanterie zu Übungs-zwecken. Das erste Bild zeigt den Einstieg zu einem dieser kleinen Infanteriebunker, die noch heute in großer Stückzahl entlang der tschechischen Grenze zu finden sind und aufgrund ihrer mitunter exklusiven Lage zu Dutzenden lohnende Ziele für die Kamera darstellen.

Eingang zum Nachbau eines tschechischen Kleinststandes auf dem Truppenübungsplatz Jüterbog

Diese Anlage lässt unverwechselbar den deutschen Bauursprung erkennen
Die nächste Anlage, die wir besichtigten, unterscheidet sich besonders in Bau und Funktion von den Nachbildungen der kleineren Infanteriebunker. Die Anlage ähnelt mit ihrer Schartenanordnung, den Turmschächten und dem Diamantgraben einem französischen Werk, der Maginotlinie. Dass dieser Bau nicht als Ziel für die Artillerie gedacht war, wird sofort klar. Die dünnen Wände und Decken geben der Anlage nur das Aussehen eines richtigen Werkes. Hier sollte offensichtlich die Infanterie für den Sturm auf die Anlagen in der Tschechoslowakei und Frankreich ausgebildet werden. Das nächste Bild zeigt einen fast zugeschütteten Graben mit Scharte an der Kehlseite des Bauwerkes. Um die Anlage realistisch aussehen zu lassen, ist zu vermuten, dass die originale Deckenstärke durch eine Holzkonstruktion „simuliert“ wurde. Hinweise dazu geben die Balkenlöcher in der Wand.

Kehlseite der Übungsanlage, die den französischen und tschechischen größeren Anlagen ähnelt.

Granate
Eine dritte Gruppe von Anlagen erinnert in Konstruktion und Aussehen an Kampfstände, die in den 1930er Jahren an den Grenzen des Deutschen Reiches gebaut worden waren. Bild drei zeigt ein kleines Bauwerk, das ebenfalls als Zielanlage Verwendung fand. Hier fanden sich wie in den „richtigen“ Grenzbunkern Panzerplatten, Türen und Lüftungsanlagen, die mittlerweile nur noch in Resten vorhanden sind.

Neben diesen Ziel- und Übungsständen existiert eine Reihe weiterer Anlagen, die auch in die Zeit vor 1918 zu datieren sind. Hierbei handelt es sich zum großen Teil um Beobachtungsbunker, die beim Scharfschießen besetzt worden waren und von denen aus das Feuer geleitet bzw. die Trefferergebnisse beobachtet wurden. Dass diese später (wohl während des Zweiten Weltkrieges und danach) auch als Ziele zur Anwendung kamen, demonstriert das folgende Bild. Zu sehen ist hier ein in den Beton eingedrungenes Artilleriegeschoss, welches eine spätere Sprengung des Bauwerkes wieder zum Vorschein brachte.

Der auf dem Titelbild zu erkennende Beobachtungsbunker datiert aus der Zwischenkriegszeit. Auffallend sind hier die breiten, schmalen Scharten, die in alle vier Himmelrichtungen zeigen und deren dahinter befindliche Aufenthaltsräume im Bauwerk durch Wände voneinander getrennt sind.

Über die weitere Zukunft des Areals ist leider nichts Genaueres in Erfahrung zu bringen. Fest steht aber, dass auch hier fleißige „Eisengeister“ mit dem Schneidbrenner unterwegs sind und den verbauten Panzerstahl „bergen“.

Die unbürokratische Besichtigung des ehemaligen Truppenübungsplatzes sowie die Führung auf dem Gelände des Vereins „Garnisongeschichte Jüterbog St. Barbara e.V.“  durch Herrn Schulze ließen diesen Samstag in der Erkenntnis vorüberziehen, dass in den Wäldern um Berlin nicht nur Kiefern und märkischer Sand zu finden sind.

Literatur zum Thema:

 

Schulze, Henrik: Die Jüterboger Garnison. Vom Ende des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges,

Jüterbog 1997.

Schulze, Henrik: Geschichte der Garnison Jüterbog 1864-1994, Osnabrück 2000.

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