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  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Nur noch die Bunker tragen die Narben

Text: Friedrich Wein

Die Gegend nördlich von Straßburg bietet dem wehrgeschichtlich Interessierten ein breites Feld an Begehungsmöglichkeiten aus vielen unterschiedlichen Zeitepochen. Eine dort kaum mehr wahrnehmbare, wohlgemerkt auch sehr kurze, Zeitspanne sind die Kämpfe, die im Januar 1945 zwischen Kilstett und Bischweiler auf dem linken Rheinufer stattfanden. Als Folge der Ardennen-Offensive zogen sich die amerikanischen Truppen an den anderen Fronten zurück. Dies führte gerade nördlich Straßburg zu erheblichen politischen Verärgerungen zwischen Franzosen und Amerikanern auf höchster Ebene.

hier schlug die Granate durch den Schartenrand hindurch in die Panzerglocke hinein (Bild Felix Wein)

Die einen wollten Straßburg wieder aufgeben (Amerikaner), die anderen konnten dies aus politischen Gründen nicht zulassen (Franzosen). So versteifte sich der alliierte Widerstand relativ rasch wieder, die deutschen Ziele Straßburg, Brumath und Zabern-Saverne konnten trotz einem massiven Kräfteansatz auch gepanzerter Truppen nicht erreicht werden. Als Einleitung dieser Kämpfe fand in der Nacht vom 04. Januar auf den 05. Januar 1945 der letzte deutsche Rheinübergang Richtung Westen statt. Er wurde u.a. von der ehemaligen schweren Stellungsbatterie 240 bei Oberkirch-Maisenbühl, deren 21-cm-Geschütze in den beiden Regelbauten 34 gerade eben einsatzbereit gemacht worden waren, unterstützt. Der Übergang war erfolgreich und wurde von den alliierten Truppen zunächst unterschätzt. Im Anfangsstadium mit der 553. Volksgrenadier-Division und der Division 905 durchgeführt, folgten kurz darauf Panzer IV und Panther der 10. SS-Panzerdivision "Frundsberg" auf Fähren nach. Selbst vier "Jagdtiger" sollten von Achern her über den Rhein gebracht werden.

Deren 72 Tonnen Gewicht konnte allerdings keine der Fähren tragen, die vier Fahrzeuge mussten umkehren. In den folgenden Panzergefechten wurde u.a. ein vollständiges US-Panzerbataillon vernichtet oder deren Fahrzeuge als Beute über den Rhein zurückgebracht. Als im Osten dann die große "Rote Walze" losschlug, mussten die Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen rasch dorthin verlegt werden, das Unternehmen "Nordwind" war beendet. Heute künden von diesen schweren Kämpfen neben einigen Denkmälern und modernen Kirchtürmen, die so gar nicht in die elsässischen Dörfer passen, fast nur noch die Narben, die der Beschuss mit Artillerie und Kampfwagenkanonen in die dortigen Bunker der Maginot-Linie schlug. Die nachfolgenden Bilder geben einen Eindruck von der Schwere der Kämpfe, der bei einer Besichtigung vor Ort noch viel nachhaltiger wirkt.

Das Dorf Kilstett war der südlichste Punkt, den deutsche Truppen während des Rheinübergangs und den anschlie-ßenden Kämpfen im Brückenkopf im Januar 1945 erreichten. Die gleichnamige Kasematte zeigte bis zu ihrer Restaurierung diese Beschuss-Schäden an Decke und Panzerglocke. Die Kasematte kann heute nach Terminabstimmung mit den "Gardiens du Rhin" besichtigt werden (Bild Felix Wein). In der Panzerglocke der nördlich von Kilstett befindlichen Kasematte "Bettenhofen" steckt bis heute genau über der nördlichen Scharte eine Granate (Felix Wein). Gerade in dem Bereich zwischen dem Gambsheimer Teilort Bettenhofen und Kilstett müssen die Bunker den Beschuss förmlich auf sich gezogen haben. Während das Blockhaus "Dooslach" (oben) nur wenige Treffer auf sich gezogen hat, die dennoch für Abplatzungen des Betons gesorgt haben, wurde das Blockhaus "De la Au" sowohl auf der Westseite als auch auf der Ostseite (unten) förmlich zerlegt und zurückgebaut (beide Bilder Florian Wein).
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