interfest.de
  • Zitadelle Spandau, Berlin
  • Fort Gorgast, Kaserne, Brandenburg
  • k.u.k. Fort Gorazda, Kehlseite, Montenegro
  • Ehemalige Batterie Boutelle, San Francisco, USA
  • Artilleriewerk Opera 7 des Vallo Alpino, Monte Croce Comelico, Sbarramento Alto Padola Cresta di Vallorera, Karnische Alpen, Italien
  • Erhaltene Fassade des nach 1945 gesprengten Flakturmes im Humboldthain, Berlin
  • 38,1 cm Kanone der 43. Batería Punta Paloma Alta, Tarifa, Spanien
  • Postazione M2 des neuen Vallo Alpino, Passo di Tanamea, Italien
  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Die Pommernstellung – Ein Reisebericht

Text und Bilder: Candy Liske

Auch dieses Jahr war das Osterfest wieder plötzlich über uns hereingebrochen. Diesmal sollte uns die Eiersuche nach Polen in den Großraum Schneidemühl (Pila) – Deutsch Krone (Walcz) führen. In Pommern wurde in den 1930er Jahren die Pommernstellung (auch Pommernwall genannt) errichtet. Während der Bauzeit wurden beginnend ab Landsberg an der Warthe über Deutsch Krone und Groß Born bis zur Ostseeküste über neunhundert Bauwerke gebaut. Die Vorbereitung gestaltete sich etwas schwierig, da deutschsprachige Literatur kaum vorhanden ist. Hier konnten aber polnische Webseiten und der Google-Übersetzer weiterhelfen. GPS-Koordinaten konnten aus dem Buch „Borne Sulinowo z GPS po bunkrach“ und von verschiedenen Geocachingseiten übernommen werden.

 

 

Am Karfreitag bestiegen wir nun unsere drei Fahrzeuge und verlegten nach Deutsch Krone. Im Südosten der Stadt befindet sich die Werkgruppe „Ziegelei“. Sie besteht aus den beiden Panzerwerken „Ziegelei Ost“ und „Ziegelei West“. Beide Werke sind in Ausbaustärke B ausgeführt.

Das B-Werk „Ziegelei West“ befindet sich auf dem Museumsgelände. Der Eintritt ist kostenlos. Es sind Schautafeln aufgestellt und somit kann das Werk auch ohne Führer begangen werden. Es gibt auch einen kleinen Shop, in dem man verschiedene Druckerzeugnisse erwerben kann. Das Panzerwerk war mit einem 6-Scharten-Turm 20P7, einem Beobachterturm 21P7 und einem abgesetzten 3-Scharten-Turm 2P7 ausgestattet.

Eingangsfront des Werkes “Ziegelei West“
Das B-Werk „Ziegelei Ost“ besitzt einen abgesetzten 3-Scharten-Turm 2P7. Die Verbindung wurde über einen Hohlgang hergestellt. Das Werk ist infolge des Kiesabbaus in die Kiesgrube hinein abgerutscht.

Blick auf das Werk “Ziegelei Ost“
Der Samstag sollte nach Smiadowo, nördlich von Groß Born, führen. Hier gibt es die Werkgruppe Buchberge. Die Werkgruppe besteht aus sechs einzelnen Bauwerken in Stärke B1, welche über ein Hohlgangsystem miteinander verbunden sind. Leider war eine Begehung der Hohlgänge nicht möglich, da die Anlage verschlossen war. Trotz vorhandener Telefonnummer (Diese stand an einer Tür.) konnte keine Öffnung der Anlage erreicht werden. So galt es, den oberirdischen Teil zu besichtigen und die umliegenden Bunker zu erkunden.

Die Reste des Eingangswerkes
Ein MG-Stand in der Nähe der Werkgruppe “Buchberge“
Endlich war der Ostersonntag angebrochen und wir konnten nun auf die Eiersuche gehen. Die Suche führte uns zur Werkgruppe Galgenberg führen. Sie liegt südöstlich der Ortschaft Strzaliny im Wald. Auch diesmal war uns das Glück nicht wohlgesonnen. Bedingt durch den Feiertag war auch diese Anlage verschlossen.

Unter der Betonplatte befindet sich der Zugang ins Innere der Werkgruppe “Galgenberg“
Nach Besichtigung der oberirdischen Bauwerke und der näheren Umgebung fuhren wir nach Deutsch Krone zum B-Werk „Mariensee“. Dies befindet sich südöstlich von Deutsch Krone im Wald. Wie so viele Anlagen ist auch diese gesprengt worden und somit ergeben sich Zugangsmöglichkeiten ins Innere.

Im Innern der Werkgruppe “Mariensee“
Am Ostermontag sollte uns der Rück-marsch in die Heimat noch ins Örtchen Stare Osieczno an der Straße 22 führen. Dort konnte noch ein größerer gesprengter Bunker mit der Beschriftung „Dromedar“ und ein Beobachtungsstand am Rande eines alten Friedhofes erkundet werden.

Der Beobachtungsstand am Rande eines Friedhofes
Quellen:
Fortifikation Ausgabe 20
Borne Sulinowo z po bunkrach; Pawlak, Wojewódzki, ISBN 978-83-929533-0-2 Befestigungsanlagen und Bunker im Dritten Reich; Jurga, ISBN 978-3-939284-62-8

INTERFEST-Jahrestagung 2017
29.04. - 30.04. in Koblenz
Einladung
Anmeldung
06.04.2017 - Kiel
Struktur- und Nutzungskonzept für Festung Friedrichsort
Kieler Nachrichten
29.03.2017 - Beckingen
Bunker bleiben Besuchermagnet
SZ Beckingen
29.03.2017 - Italien
Festung Gomagoi wird saniert
stol.it
05.03.2017 - Gotha
Bunker am Geizenberg
meinAnzeiger.de
17.02.2017 - Berlin
Abriss Bunker im Tiergarten
tagesspiegel
17.02.2017 - Ludwigshafen
Bunker wird Museum
morgenweb