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Fortifikation Spezial, Ausgabe 6, 2015, 155 Seiten


Preis: 22 Euro / für Mitglieder 16 Euro


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Inhalt


„Erläuterungen zu den Zeichnungen der Preußischen Feld-Artillerie nach der Konstruktion vom Jahre 1842“ von H. F. Kameke

A4-Querformat, davon 75 in Farbe mit hunderten von farbigen Detailzeichnungen, broschiert


 



Rezension von Herbert Jäger:

Über fünf Jahrhunderte lang hatten sie die Schlachtfelder beherrscht, Festungen verteidigt und zerstört: Die Vorderladergeschütze mit glatten Rohren..

Nach den Napoleonischen Kriegen waren in Preußen erst die des Systems 1816 eingeführt worden und in deren Nachfolge die erleichterten Modelle der Konstruktion 1842..

Für die Feldgeschütze dieser Zeit, zu denen 6- und 12-pfündige Kanonen und 7-pfündige Haubitzen zählten, schrieb der Oberfeuerwerker H.F. Kameke, Archivverwalter im Kriegsministerium, Erläuterungen zu den Tabellen und den kolorierten Steinzeichnungen dieser Geschütze. Sie beschränkten sich auf diese 3 Modelle. Die 24-pfündigen Kanonen und die 7- bis 50-pfündigen Mörser des Festungs- und Belagerungsmaterials waren ebenso wie die Küstenartillerie bereits 1832 von den Feldgeschützen getrennt worden..

Die Interfest hat nun die Gelegenheit ergriffen, ihren Mitgliedern auf 155 Seiten den Text der Arbeit Kamekes mitsamt den 75 ganzseitigen Farbbildern zugänglich zu machen. Dies war möglich, weil unser Mitglied Klaus Jordan dankenswerterweise dafür aus seinem reichen Archiv die historische Vorlage des Drucks von 1847 zur Verfügung stellte. Und Paul Schulze schrieb ein Vorwort dafür.

In seinen „Erläuterungen" zeigt und beschreibt Kameke nicht nur die 3 Geschütztypen, sondern auch die fast unendliche Vielfalt an Zubehör, vom vertrauten Libellen-Quadranten bis zu Exoten wie dem Luntenverberger, den diese in ihren Batterien mit sich führten, wie die Geschützrohre selbst und deren Wappenschilder, die Lafetten, Protzen und Wagen und schließlich sogar die Ausstattung der Pferde als Fortbewegungsmittel, die diese betreuenden Veterinäre und Schirrmeister und das sonstige Personal der Handwerker und deren Gerät.

Leider sehen wir dabei zwar detailliert die Munitionswagen, erfahren jedoch nichts über die darin transportierte Munition. Diese war damals der Feuerwerkertruppe unterstellt und in die jahrhundertealte Dreifaltigkeit der Geschosse unterteilt: Die eiserne Vollkugel als Hauptgeschoss der Kanonen und die mit Schwarzpulver gefüllte eiserne Hohlkugel der Haubitzgranaten als Sprenggeschoss und zur Nahverteidigung aller drei die mit Flintenkugeln gefüllten Kartätschbeutel, allesamt feindwärts geschleudert mittels des altbewährten Treibmittels Schwarzpulver.

Dem beschriebenen Material C/42 war keine lange Einsatzzeit beschieden. Kaum bei der Truppe eingeführt, mussten etliche unterdimensionierte Baugruppen wieder verstärkt werden, was zum letzten preußischen Feldgeschützmaterial C/49 führte und bald drohte ihm die endgültige Abschaffung, der Ersatz durch die ab 1859 eingeführten Hinterlader C/61 mit gezogenem Gussstahlrohr und drallstabilisiertem Langgeschoss. Und selbst die noch verbliebenen Bronzerohre der Vorderlader traten nach ihrer „Aptierung", ihrer Umänderung in Hinterlader mit Kolbenverschluss, ins Lager der Hinterlader über, um künftig ihren Dienst in den Festungen des sparsamen Preußens zu verrichten.

Somit blieb das Feldartillerie-Material von 1842 Höhe- und praktisch Endpunkt der Vorderlader mit glattem Rohr, das der Leser nun in allen Details bewundern kann.

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