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  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Reisebericht über die Besichtigung des Camps Elsenborn am 24. 08. 2007 sowie einiger Venn- und Eifelorte im Zusammenhang mit der Ardennenschlacht.

Das Lager (Camp) Elsenborn  liegt südlich von Monschau in Belgien im Hohen Venn. Es wurde, als dieses Gebiet noch zu Deutschland gehörte, als Artillerieübungsplatz gegründet.

 

 

Anfang August 1914 war es einer der Standorte, von dem aus der Überraschungsangriff auf Lüttich vorgetragen wurde. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es von der belgischen Armee genutzt, hier waren auch die Übungsstände für die Panzerartillerie der modernen belgischen Forts der Zwischenkriegszeit aufgebaut. Bei der Ardennenoffensive 1944 war das Lager Elsenborn für die Amerikaner wie auch für die Deutschen eine wichtige Position. Auch heute wird das Lager noch als Artillerieübungsplatz genutzt, allerdings im Rahmen der Nato.

 

Mein Besuch diente nicht dem Lager, welches eine immer noch in Betrieb befindliche Militäreinrichtung ist, sondern dem im Lager liegenden Museum. Auf der Website http://www.mil.be/elsenborn/index.asp?LAN=de finden Sie in deutscher Sprache alles Wichtige zur Vorbereitung des Besuches: Anfahrtskizzen, Öffnungszeiten des Museums und einen ersten geschichtlichen Überblick über das Lager.

 
 

Zum Besuch des Museums fährt man bis zum Haupteingang des Lagers, parkt dort sein Auto und meldet sich bei der militärischen Wache zwecks Museumsbesuchs. Man wird dann im Museum telefonisch angekündigt.

 

Das Museum stellt die gesamte Geschichte des Lagers dar. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Ardennenoffensive und der Kämpfe um den Westwall. Hier werden die ausgestellten Waffen und Ausrüstungsstücke in vielen lebensgroßen (und lebensechten) Dioramen dargestellt. Eines dieser Dioramen stellt den Kampf um einen Westwallbunker, speziell um den angehängten Kampfraum, dar.

 

Vor dem Museum findet man neben zwei Geschützen einige Abschnitte der „Drachenzähne“ genannten Panzersperren des Westwalls.  Diese Höckerlinien  wurden vollständig ausgegraben, mit einer Diamantsäge sorgfältig zerschnitten und vor dem Museum auf den Rasen gestellt. Dies gestattet einen einmaligen Blick in den Beton, da in den Schnittflächen sowohl die Armierungslage als auch -stärke gut zu erkennen ist. Auch die hohe Material- und Ausführungsqualität des Betons wird hier sichtbar.

 

Nach der Besichtigung des Museums sollte man noch einen Blick auf und in die kleine Kirche in der Nähe werfen. Sie ist neben dem Museum der einzige Teil des Lagers, der frei besichtigt werden darf. Besonders die Kirchenfenster haben eine interessante Geschichte und verdienen eine nähere Betrachtung.

 
 

Das Museum im Lager Elsenborn ist ein lohnenden Ziel, welches im Rahmen einen Tagesausflug ins Venn gut eingeplant werden kann. Wie im Folgenden dargestellt, passt es auch hervorragend in einen militärhistorischen Tagesausflug hinein.

 
 

Da ich nun schon im Venn war, noch Zeit hatte und gerne auch einen anderen Weg zurück nach Aachen nehmen wollte (hin bin ich über Eupen gefahren), habe ich mir noch einige Schlachtfelder der Ardennenoffensive 1944 angeschaut. Für die Landschaft Eifel/Hohes Venn ist für die Zeit von 1933 bis 1945 zur Vorbereitung militärhistorischer Exkursionen das Buch „Zeitreiseführer Eifel 1933 bis 1945“ von Alexander Kuffner, erschienen 2007 im Helios Verlag, Aachen (ISBN 978-3-938208-42-7 ) mit Text, Karten und Bildern sehr hilfreich.

 

Wenn man von Elsenborn Richtung Süden nach Büllingen fährt, dann kommt man kurz vor Büttgenbach unter einem ehemaligen Eisenbahnviadukt durch, welches im Winter 1944 gesprengt wurde und inzwischen wieder aufgebaut ist. Hinter Büttgenbach steht in der Mitte eines Verkehrskreisels ein Obelisk, der an die hier kämpfende 1. US-Infanteriedivision, die „Big Red One“, und ihre Toten erinnert. Die 1. US-ID hielt hier 1944 die Kampfgruppe Peiper auf und drückte sie von der Maas und damit von der offenen belgischen Ebene Richtung Antwerpen weg. Wie bekannt, lief sich die deutsche Offensive dann im Bergland der Ardennen Richtung Westen fest, da  die Deutschen nicht nach Norden aus dem Bergland heraustreten und die Maas überqueren konnten. Auf dem Weg von Büllingen nach Wahlerscheid kommt man durch die Doppelortschaft Rocherath/Krinkelt. Sie war 1944 heftig umkämpft, wovon auch ein bekanntes historisches Bild mit zwei zerschossenen Panzern auf der Straße mitten im Ort im oben genannten Buch kündet. Die Stelle ist auch heute noch gut zu finden, da das Gebäude im Hintergrund des Bildes heute noch fast unverändert erhalten ist.

 

Ein Stück hinter dem Doppelort steht man plötzlich vor einer riesigen Anzeigetafel, mit der die Straße gesperrt werden kann. Dies geschieht bei Artillerieschießbetrieb auf dem Übungsplatz Elsenborn, da dann wegen weit fliegender Projektile und Splitter ein großer Bereich gesperrt werden muss. Wenn man vor der Anzeigetafel nach rechts in den Feldweg einbiegt und diesem bis zum Waldrand folgt, so erreicht man einen Parkplatz, von dem aus man im Wald in die Schutzzone Hasselpfad begehen kann. Hier haben sich mitten im Wald Reste deutscher und amerikanischer Feldstellungen aus dem Winter 1944 erhalten, die mit Schildern markiert, erläutert und zu einem kleinen Rundweg zusammengefasst sind. Mit ein wenig Fantasie kann man sich vorstellen, wie hier im bekanntermaßen strengen Winter des Venn die Soldaten in ihren Erdlöchern gelebt und gekämpft haben.

 

Wieder zurück auf der Hauptstraße, geht es durch den Wald bis zum Abzweig der Straße nach Monschau. Diese Stelle wurde durch ein weiteres historisches Foto bekannt als „Heartbreak Crossroad“. An dieser Stelle wurde ich übrigens vom WDR-Fernsehen, Studio Aachen, interviewt. Allerdings nicht zur Militärgeschichte, sondern zu den Spuren des letzten Orkans im Wald. Ich konnte nur sagen, dass ich keine gesehen hatte. Besonders der Bereich Hasselpfad wirkte auf mich geradezu aufgeräumt. Einige Verwandte und Bekannte in Aachen haben sich allerdings an diesem Abend beim Fernsehen verwundert die Augen gerieben.

 

 

 

 

 

Werner Schmachtenberg

 

Gustav-Heinemann-Str. 6

 

64347 Griesheim

 

Deutschland

 

Tel.: +49 6155 63502

 
 

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