interfest.de
  • Zitadelle Spandau, Berlin
  • Fort Gorgast, Kaserne, Brandenburg
  • k.u.k. Fort Gorazda, Kehlseite, Montenegro
  • Ehemalige Batterie Boutelle, San Francisco, USA
  • Artilleriewerk Opera 7 des Vallo Alpino, Monte Croce Comelico, Sbarramento Alto Padola Cresta di Vallorera, Karnische Alpen, Italien
  • Erhaltene Fassade des nach 1945 gesprengten Flakturmes im Humboldthain, Berlin
  • 38,1 cm Kanone der 43. Batería Punta Paloma Alta, Tarifa, Spanien
  • Postazione M2 des neuen Vallo Alpino, Passo di Tanamea, Italien
  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Informationen zum Studienkreis

Der Studienkreis für internationales Festungs-, Militär- und Schutzbauwesen INTERFEST ist am 29. Januar 1986 gegründet und ins Vereinsregister eingetragen worden. Er stellt sich die Aufgabe, Befestigungen weltweit unter historischen, technischen, politischen und sozialen Aspekten zu erforschen und zu dokumentieren.

In enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern, die im gleichen Sinne tätig sind, werden wissenschaftliche Forschungen durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert. Darüber hinaus bestehen Kontakte zu Behörden und Projekten, die mit dem Thema Befestigungen im weitesten Sinne konfrontiert werden.

Zu den verschiedenen körperschaftlichen Mitgliedern zählen Stiftungen, Forschungsvereine und Gemeinden sowie Museen. Sie zusammen eröffnen Möglichkeiten, bedeutende Erkenntnisse der Festungs- und Militärgeschichtsforschung interdisziplinär und fachübergreifend in ihren Zusammenhängen zu analysieren und darzustellen.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.


Die Auseinandersetzung mit Befestigungen aller Art und Epochen tangiert unzählige Interessengebiete: Architektur, Naturschutz, Geschichte, Militär, Tourismus, Modellbau etc. Daher sollte es nicht weiter wundern, dass Befestigungen schon lange nicht mehr im Schatten von Militarismus und Krieg stehen. Sie werden von vielen Menschen entdeckt, besichtigt, untersucht und dokumentiert. Vordergründig sind Befestigungen Hinterlassenschaften des Militärs. Verstehen lassen sie sich aber nur im historischen, geografischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontext.

So vielfältig wie die Formen der Bauwerke sind, ist auch das Interesse an ihnen. Doch nicht alle Hinterlassenschaften, die im weitesten Sinn als Befestigungen gelten können, lassen sich auch erhalten. Historisch gesehen sind sie temporäre vergängliche Anlagen. Sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, sie ihrer Funktion aufgrund technischer Neuerungen beraubt sind oder sie aus einer bestimmten politischen Konstellation heraus nicht mehr benötigt werden, werden sie meist verlassen. Sobald das Militär die Anlagen räumt und nicht mehr unterhält, verwaisen sie im Regelfall.

Neugierde bewegt fast jeden Menschen. Oft stehen diese Anlagen in reizvoller Umgebung, manchmal mitten in der Stadt. Sobald sie als störend empfunden werden, sollen sie beseitigt werden.

Was für die einen ein "Schandfleck" ist, ist für die anderen ein reizvoller Gegenstand. Aus welchen Gründen auch immer. Als historisch wertvolles Kulturgut sind viele der älteren Anlagen schon lange deklariert. Die neueren Befestigungen müssen da noch warten. Nur während dieses Wartens geht eben auch viel Substanz und noch mehr Wissen verloren.


Seine Aktivitäten entfaltet der Verein auf dreifache Weise:

  • Jährliche Herausgabe einer eigenen Fachzeitschrift "Fortifikation" und des vierteljährig erscheinenden Mitteilungsblattes für Mitglieder und Freunde "Am Wall" sowie den Aufbau einer zentralen Festungsbibliothek in der Zitadelle Spandau
  • Eine jährliche Hauptversammlung an wechselnden Orten mit zahlreichen Exkursionsprogrammen
  • Regional und überregional durch sieben Fachgruppen, die an verschiedenen Themen arbeiten und in diesem Zusammenhang Besichtigungen und Exkursionen durchführen bzw. Dokumentationsarbeit leisten.

 

Die Veranstaltungen bieten nicht nur den Experten ein wichtiges Informations- und Diskussionsforum, sondern ermöglichen auch jedem anderen Interessierten Zugang zu den komplexen Zusammenhängen der Militär- und Schutzbauwissenschaft.

 

Die Vorteile einer Mitgliedschaft im Studienkreis INTERFEST sind dabei:

  • der kostenlose Bezug der Jahreszeitschrift Fortifikation und des Vierteljährlich erscheinenden Mitteilungsblattes Am Wall
  • der Austausch von Fachinformationen
  • die Nutzung aktueller Angebote an Fachliteratur, die durch Sammelbestellungen zu Sonderkonditionen erworben werden kann, und die Möglichkeit zur Nutzung der Festungsbibliothek in der Zitadelle Spandau
  • die Pflege persönlicher Kontakte in einem fachlich interessierten und kompetenten Kreis.



Satzung des Vereins PDF



Der Jahresbeitrag beträgt 40,-- Euro.
 
Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende sowie Arbeitssuchende zahlen 22,-- Euro.
Für Familienmitglieder* gilt ein Beitragssatz von 14,-- Euro.

Letzte Aktualisierung (Dienstag, 19.05.2020)

Unser Anliegen ist es, durch Dokumentieren zu konservieren.

Das geschieht auf herkömmliche Art und Weise: durch Texte, durch Zeichnungen, Skizzen und Bilder, manchmal auch im Modell oder Film.

Zur Dokumentation gehört auch der Verweis auf die Fülle an bereits veröffentlichten Materialien. Diese finden Sie unter Links "Download"

 

*Familienmitglieder bekommen keine Mitteilungsblätter und kein 
Jahresheft extra. Diese bekommen aufgrund der anfallenden Kosten
nur ordentliche Mitglieder.