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  • Zitadelle Spandau, Berlin
  • Fort Gorgast, Kaserne, Brandenburg
  • k.u.k. Fort Gorazda, Kehlseite, Montenegro
  • Ehemalige Batterie Boutelle, San Francisco, USA
  • Artilleriewerk Opera 7 des Vallo Alpino, Monte Croce Comelico, Sbarramento Alto Padola Cresta di Vallorera, Karnische Alpen, Italien
  • Erhaltene Fassade des nach 1945 gesprengten Flakturmes im Humboldthain, Berlin
  • 38,1 cm Kanone der 43. Batería Punta Paloma Alta, Tarifa, Spanien
  • Postazione M2 des neuen Vallo Alpino, Passo di Tanamea, Italien
  • Bogendeckung für Kampfflugzeuge auf dem ehemaligen sowjetischen Flugplatz Brand, Brandenburg

Reisebericht über die Besichtigungen im Rahmen der Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte (AKM) in Berlin am 27. 10 2007

Die Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte (AKM) stand unter dem Thema „Waffe“ und fand im Deutschen Historischen Museum in Berlin (ehem. Zeughaus) statt. Daß das Deutsche Historische Museum auf jeden Fall einen mindestens halbtägigen Besuch wert ist, sei hier nur am Rande vermerkt.
 
Im Rahmen der Tagung wurde eine Exkursion in das Magazin des Museums und zur Zitadelle Spandau angeboten.


Das Magazin in einem Industriegebiet erwies sich als ein Paradies für Waffenfachleute, fand sich hier doch fast jede Art von Waffe in vielen Variationen, darunter seltene Stücke, und in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Ob Lanze, Gewehr, Wallbüchse - entsprechende Experten konnten ganze Entwicklungslinien studieren. Besonders bei der Gewehrentwicklung vom Vorderlader über den Hinterlader zum Mehrlader konnte man die Vielzahl von Entwicklungswegen, von denen etliche sich auf Dauer als Irrwege erwiesen, am Objekt studieren. Wenn jemand eine Arbeit über die Waffenentwicklung schreiben will, dann ist dieser Ort eine erste Adresse!

In der Zitadelle Spandau hatte ich das Gefühl, das die uns führende Dame sich nach Kräften bemühte, uns von der „bösen“ Militärtechnik abzubringen und unsere Läuterung durch zivile Themen zu betreiben. Ein Festungsmodell zeigt die Zitadelle als Gesamtwerk, in einer Bastion konnten wir durch die Kasematten bis zu den Geschützkasematten gehen. In dem zivilen Museum wurde notgedrungen auch die Arbeit der Menschen in Spandau dargestellt, und die bestand zum erheblichen Teil aus Waffenproduktion. Daher fand sich dort eine alte Büchsenmacherwerkstatt mit einer interessanten Spezialmaschine zum Einschneiden der Züge in die Gewehrläufe. Für die Artilleriesammlung blieb dann leider nicht die notwendige Zeit, hier fehlt dann auch die sachkundige Führung. Die sehr interessante Geschützsammlung verdient eine bessere Aufbereitung, damit sich der Sinn der ausgestellten Exponate und ihrer technik- wie militärgeschichtlichen Bedeutung dem nicht fachkundigen Besucher besser erschließt. So ist die Sammlung leider nur eine gute Fotogelegenheit für den Fachbesucher, der weiß, was er da vor sich hat und es auch richtig einordnen kann. Die teilweise seltenen Exponate haben auf jeden Fall etwas Besseres verdient. Für den fachlich kompetenten Besucher ist die Artilleriesammlung aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Informationen zum Arbeitskreis Militärgeschichte (AKM) findet man unter http://akmilitaergeschichte.de

Informationen zum Deutschen Historischen Museum gibt es unter http://www.dhm.de

Informationen zur Zitadelle Spandau gibt es bei http://www.zitadelle-spandau.de

Werner Schmachtenberg

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